Aiblinger Modell

Vergabephase für „Aiblinger Modell“ abgeschlossen

Zusagen für vergünstigten Wohnraum für Einheimische

Insgesamt 39 Wohnungen standen im Rahmen des sogenannten „Aiblinger Modells“ zur Verfügung, davon 18 Wohnungen im Baugebiet „Ellmosener Wies“ und 21 Wohnungen in „Harthausen Ost“, dem ehemaligen Gelände der Schön Klinik Harthausen. Interessenten hatten die Möglichkeit, sich auf diese Wohnungen zu bewerben und sie dann zu vergünstigten Konditionen zu erwerben. Ziel war es, den Erwerb von Wohnungseigentum für junge Familien, kinderreiche Familien und Familien mit einem oder mehreren schwerbehinderten Familienangehörigen und/oder zu pflegenden Personen bedarfsorientiert zu fördern. Kriterien für die Vergabe waren unter anderem das Einkommen, die Anzahl der Kinder, der Grad der Pflegebedürftigkeit bzw. Schwerbehinderung und Ähnliches. Die Vergabe erfolgte gemäß der Richtlinie unter Gewichtung dieser Faktoren nach Gesamtpunktzahl.

Elf Bürger der Stadt bewarben sich um eine entsprechende Wohnung, zehn davon konnten dem Stadtrat zur Vergabe vorgelegt werden. Neun erfüllten die Vergaberichtlinien, sodass ihnen letztendlich eine Zusage gegeben werden konnte.

„Es ist gut, dass wir alle Bürger, die die Vergaberichtlinien erfüllten, eine vergünstige Wohnung anbieten konnten. 500 Euro pro Quadratmeter Nachlass sind mehr als beachtlich,“ sagt der Erste Bürgermeister Stephan Schlier. Bedauerlich sei hingegen, dass nicht alle im Modell zur Verfügung stehenden Wohnungen abgerufen wurden. Zurückzuführen sei dies in erster Linie – wie in anderen Gemeinden auch – auf die stark gestiegenen Zinsen und darauf, dass diverse Förderprogramme ausgelaufen seien. Für viele war der Wohnraum trotz Preisnachlässen um die 50.000 Euro je nach Wohnungsgröße bei den ungünstigen Rahmenbedingungen noch zu hoch und diejenigen, die eine Finanzierung leichter zu Stande brachten, erfüllten die Vergabekriterien nicht mehr. Bürgermeister Schlier wertet das Projekt, das noch unter Federführung seines Amtsvorgängers beschlossen wurde dennoch als Erfolg: „Wir konnten immerhin neun Familien den Sprung in die eigenen vier Wände ermöglichen. Das wäre ohne das ‚Aiblinger Modell‘ nicht passiert“.

Die Wohnungen, die nicht vergeben werden konnten, fallen an die Bauträger zurück und können sind freiverkäuflich zu erwerben. An der „Ellmosener Wies“ sind das die Krapichler Wohnbau und Immobilien GmbH sowie Schwaiger Aibau Bauträger GmbH. In „Harthausen Ost“ die BPD Immobilienentwicklung GmbH.